Beratung
Bei Fragen rund um die Themen Diskriminierung und Machtmissbrauch stehen wir allen Beschäftigten und Studierenden der Universität zu Köln durch Beratung, Vermittlung sowie Begleitung von Beschwerden unterstützend zur Seite.
Das Angebot ist kostenlos und erfolgt selbstverständlich in einem vertraulichen Rahmen.
Sie können gerne ein vertrauliches Beratungsgespräch mit uns vereinbaren. Dieses kann telefonisch, online oder in Präsenz stattfinden. Dabei unterstützen wir Sie in Ihrem Anliegen und beraten Sie zu Ihrem weiteren Vorgehen. Alle Anliegen werden vertraulich behandelt und unterliegen einer Schweigepflicht gegenüber Dritten - solange nicht anders von Ihnen gewünscht.
Für Beratungsanfragen können Sie uns per Mail kontaktieren und einen Termin vereinbaren.
Informationen
Wer kann sich an die Zentrale Vertrauensstelle wenden?
Die Zentrale Vertrauensstelle berät und informiert alle Beschäftigte und Studierende der Universität zu Köln.
Was passiert in der Beratung?
Nachdem Sie die Zentrale Vertrauensstelle per Telefon oder E-Mail kontaktiert haben, melden wir uns mit einem Vorschlag für einen persönlichen Gesprächstermin zurück. Dieser kann in Präsenz, am Telefon oder digital stattfinden.
Im Erstgespräch hören wir Ihnen zu, ordnen das Geschehene oder ihr Anliegen ein und gehen gemeinsam Ihre Handlungsoptionen durch. Außerdem werden Ihre Wünsche für den weiteren Prozess festgehalten. Um die Qualität der Beratung sicherzustellen, werden rudimentäre Informationen dokumentiert. Auf die Dokumentation hat jedoch ausschließlich die Zentrale Vertrauensstelle Zugriff - außer anders mit Ihnen abgesprochen.
Sie entscheiden nach dem Erstgespräch, ob und wie weiter vorgegangen wird. Mögliche weitere Schritte können sein, dass wir Sie z.B. zu einem Gespräch begleiten, uns (gemeinsam) an die Leitungsperson Ihres Bereichs wenden oder Sie bei einer formalen Beschwerde unterstützen. Die Zentrale Vertrauensstelle wird nicht ohne Ihren Wunsch tätig und Ihre Anliegen werden zu jeder Zeit vertraulich behandelt.
Der Handlungsleitfaden für ratsuchende Personen gibt Ihnen eine erste Übersicht, wie Sie auf Diskriminierung reagieren können.
Die Zentrale Vertrauensstelle arbeitet eng mit anderen Beratungsstellen der UzK zusammen. Es kann vorkommen, dass wir Ihnen vorschlagen, Unterstützung bei einer anderen Beratungsstelle zu erhalten, welche besser zu Ihrem Anliegen passt.
Wie kann ich mich gut auf ein Beratungsgespräch vorbereiten?
Zur Einschätzung, ob Ihr Anliegen mögliche Anzeichen von Machtmissbrauch enthält, steht Ihnen dieser Selbstcheck zur Verfügung.
Eine gute Vorbereitung kann helfen, dass wir gemeinsam schneller herausfinden, wie wir Sie bestmöglich unterstützen können. Es ist sinnvoll, sich im Vorfeld Gedanken über den Sachverhalt zu machen und ihn möglichst genau zu dokumentieren.
Ein Gedächtnisprotokoll kann dabei eine große Hilfe sein. Notieren Sie am besten:
- Was genau ist passiert? (Beschreiben Sie den Vorfall so konkret wie möglich)
- Wann ist es passiert? (Datum, Uhrzeit, Zeitraum)
- Wer war beteiligt? (Namen oder Funktionen, soweit bekannt)
- Wie haben Sie sich in der Situation gefühlt?
Für diese Dokumentation können Sie gerne unsere Vorlage zur Selbstdokumentation von Vorfällen nutzen. Diese hilft dabei, die Geschehnisse strukturiert festzuhalten – das kann im weiteren Verlauf auch als Beweismittel hilfreich sein.
Überlegen Sie außerdem, welche Wünsche oder Forderungen Sie haben. Dazu können folgende Reflexionsfragen hilfreich sein:
- Was müsste sich in der aktuellen Situation ändern, damit es mir besser geht?
- Welche konkreten Veränderungen wünsche ich mir?
- Wo sehe ich meine persönlichen Grenzen? Was ist für mich nicht mehr verhandelbar?
- Welche Unterstützung wünsche ich mir konkret von der Beratungsstelle?
Sie müssen noch keine abschließenden Antworten auf all diese Fragen haben. Wir unterstützen Sie selbstverständlich dabei, das gemeinsam im Beratungsgespräch zu sortieren.
Wenn Sie möchten, können Sie auch eine Person Ihres Vertrauens mitbringen – manchmal hilft es, nicht alleine zu sein.
Was heißt "vertraulich"?
Der Schutz Ihrer persönlichen Daten und Anliegen steht bei unserer Beratung an erster Stelle. Alle Informationen, die Sie mit uns teilen – ob im Gespräch, per E-Mail oder auf anderem Wege – behandeln wir streng vertraulich. Das bedeutet: Ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung geben wir keine Inhalte weiter. Vertraulichkeit schafft einen sicheren Raum, in dem Sie offen sprechen können – und ist für uns eine grundlegende Voraussetzung für eine respektvolle und empowernde Beratung.
Was tun in einer akuten Bedrohungssituation?
Jedes Mitglied der Universität zu Köln, das bedrohliches Verhalten wahrnimmt oder betroffen von Gewalt oder Gewaltanwendung ist, kann sich zur Unterstützung an das Team des Bedrohungsmanagements wenden. Mögliche Bedrohungen können sein: körperliche, mündliche oder schriftliche Gewalt, Gewaltandrohungen, Mitbringen und Zeigen von Waffen, Ausdruck von Gewaltfantasien, sexuelle Übergriffe, Ausdruck von Suizidabsichten, Stalking und Mobbing.
Was sollten Sie generell im Falle einer möglichen Bedrohung beachten bzw. tun?
Versuchen Sie ruhig zu bleiben.
Nehmen Sie umgehend Kontakt mit dem Bedrohungsmanagement-Team auf.
Vermeiden Sie jede Eskalation.
Versuchen Sie nicht, die Gefährdung selbst und ohne Kontaktaufnahme mit dem Bedrohungsmanagement-Team zu lösen.
Team Bedrohungsmanagement
+49 221 470-8899
bm-team(at)verw.uni-koeln(dot)de
Handelt es sich um eine akute Gefahr, so alarmieren Sie sofort die Polizei (110) und/oder die interne Notrufnummer +49 221 470-2200 (Hausmeisterei Hauptgebäude).
Formelle Beschwerde
Wenn Sie sich aufgrund von Machtmissbrauch, Diskriminierung, Mobbing, physischer oder psychischer Gewalt formal beschweren möchten, können Sie sich an die Zentrale Vertrauensstelle wenden. Wir beraten und begleiten Sie bei diesem Prozess.
Die folgende Grafik zeigt, wie der Verfahrensweg einer Beschwerde aufgrund von Diskriminierung aussieht.
Weitere Infos dazu finden Sie in der Richtlinie Antidiskriminierung der Universität zu Köln.
Beratungs- und Beschwerdestellen für Studierende
Beratungs- und Anlaufstellen:
- Zentrale Vertrauensstelle zum Schutz vor Diskriminierung und Machtmissbrauch
- Ombudspersonen und Vertrauensdozierende
- Rassismuskritische Beratung für Studierende
- Beauftragter für Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung
- Servicezentrum Inklusion
- Vertrauensperson Antisemitismus
- Queer-Beratung
- Ombudspersonen zur Anhörung von Vorwürfen wissenschaftlichen Verhaltens
- Notfall- und Bedrohungsmanagement
- Zentrale Studienberatung
- Sozialberatung des Kölner Studierendenwerks
- SHK-Rat (studentische Hilfskräfte)
- Zentrum für Lehrer*innenbildung
(Beratung bei Diskriminierung in der Praxisphase für Lehramtsstudierende) - Studentische Anlaufstellen: Fachschaften, AStA, autonomes Queerreferats, autonomes Referat „Studieren ohne Schranken SOS“, autonomes Referat für antiklassistisches Empowerment, Autonomes BIPoC Referat
Beschwerdestellen:
- Anregungs- und Beschwerdestelle (ABS)
- Meldestelle Hinweisgeberschutzgesetz
- Zentrale Vertrauensstelle zum Schutz vor Diskriminierung und Machtmissbrauch
- SHK-Rat (studentische Hilfskräfte)
Bei Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts oder sexualisierter Diskriminierung:
Hier finden Sie weitere Stellen an der UzK im Bereich Vielfalt und Chancengerechtigkeit.
Beratungs- und Beschwerdestellen für Beschäftigte
Beratungs- und Anlaufstellen:
- Zentrale Vertrauensstelle zum Schutz vor Diskriminierung und Machtmissbrauch
- Beratungsstelle für Mitarbeitende und Führungskräfte
(inkl. Themen Führung & Zusammenarbeit, Psychosoziales und Sucht) - Vertrauensperson Antisemitismus
- Rassismuskritische Beratung für Beschäftigte
- Schwerbehindertenvertretung
- Personalrat für das Personal in Technik und Verwaltung
- Personalrat für das wissenschaftliche und künstlerische Personal
- Ombudsperson für Wissenschaftler*innen in Qualifizierungsphase
- Ombudsperson bei Vorwürfen wissenschaftlichen Fehlverhaltens
- Ombudspersonen (zentral und dezentral)
- Dual Career & Family Support (CFS)
- Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)
- Notfall- und Bedrohungsmanagement
Beschwerdestellen:
- AGG-Beschwerdestelle
- Meldestelle Hinweisgeberschutzgesetz
- Zentrale Vertrauensstelle zum Schutz vor Diskriminierung und Machtmissbrauch
Bei Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts oder sexualisierter Diskriminierung:
Hier finden Sie weitere Stellen an der UzK im Bereich Vielfalt und Chancengerechtigkeit.
Externe Beratungsstellen und nützliche Links
Wenn Sie sich lieber (zunächst) außerhalb der Universität Beratung suchen möchten, können Sie das beispielsweise hier:
- Beratungsstellen für Antidiskriminierungsarbeit in in NRW
- CLAIM - Allianz gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit
- Beratung- und Meldestelle Antisemitismus NS-Dok
- Weisser Ring e.V. (Opferschutzberatung)
- Opferberatung Rheinland
- Lawclinic Köln - Kostenfreie Rechtsberatung für geflüchtete Menschen
- Rubicon – Diskriminierungsberatung für queere Personen
- Agisra – Informations- und Beratungsstelle für Migrantinnen*, geflüchtete Frauen* und schwarze Frauen*
- Hilfeportal Sexueller Missbrauch
- Netzwerk gegen Machtmissbrauch in der Wissenschaft
- Landesarbeitsgemeinschaft autonomer Frauenberatungsstellen in NRW mit Links zu allen Mitgliedseinrichtungen
- Frauenberatungsstelle FrauenLeben e.V. Köln
- Gewaltschutz für Menschen mit Behinderungen
- Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung