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Machtmissbrauch

Machtmissbrauch bezeichnet das Ausnutzen einer hierarchischen oder strukturellen Machtposition, um sich selbst persönliche Vorteile zu verschaffen oder andere zu benachteiligen. Es kann sich in übergriffigem Verhalten, unangemessener Einflussnahme, Einschüchterung, Abwertung oder auch in der Einschränkung von Entwicklungsmöglichkeiten äußern. Im Hochschulkontext tritt Machtmissbrauch insbesondere dort auf, wo Abhängigkeitsverhältnisse bestehen – etwa zwischen Lehrenden und Studierenden, Vorgesetzten und Mitarbeitenden oder Betreuenden und Promovierenden.


Es ist nicht einfach, Machtmissbrauch zu identifizieren. Es kommt nicht nur auf die Art der Vorfälle, sondern auch auf deren Häufung oder Systematik an. Nicht jedes Verhalten von Führungskräften stellt automatisch eine Form von Machtmissbrauch dar. Nicht jeder auslaufende Vertrag ohne Verlängerung ist als Machtmissbrauch einzuordnen.  


Mögliche Ausprägungen von Machtmissbrauch können beispielsweise sein:
•    Diebstahl von Ideen
•    Verweigerung und Manipulation von akademischen Freiheiten
•    Absichtliche Verzögerung von Gutachten
•    Drohung, Arbeitsverträge nicht zu verlängern
•    Fortwährende Aufforderung zur Leistung von Mehrarbeit
•    Anweisung zur Erledigung privater Aufgaben

Missbräuchliche Machtstrukturen können zu belastenden Situationen führen. Die Sorge vor einer Eskalation und die Angst vor beruflichen oder akademischen Konsequenzen sind oftmals ein Hindernis, rechtzeitig Unterstützung in Anspruch zu nehmen.


Die Universität zu Köln lehnt jegliche Form von Machtmissbrauch ab und verfolgt das Ziel, bestehende Strukturen, die Machtmissbrauch begünstigen, kritisch zu beleuchten und zu unterbinden sowie transparente Verfahren zur Prävention und Intervention bereitzustellen. Hierbei spielt die Zentrale Vertrauensstelle eine besondere Rolle.
 

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