Mobbing
Mobbing wird als eine konfliktbeladene Kommunikation oder Handlung zwischen einzelnen oder mehreren Beteiligten verstanden, bei der die betroffene Person unterlegen ist und von einer oder mehreren Personen wiederholt und systematisch, oft über einen längeren Zeitraum, schikaniert, ausgegrenzt oder direkt oder indirekt angefeindet wird.
Mobbing kann in bestimmten Kontexten mit Machtmissbrauch und/oder Diskriminierung zusammenhängen. Darüber hinaus kann Mobbing auch im Internet stattfinden („Cybermobbing“), beispielsweise über Smartphones, E-Mails, Websites, Foren, Chats, Communities oder auch in Videokonferenzen.
Es ist nicht immer einfach, Mobbing zu identifizieren. Es kommt nicht nur auf die Art der Vorfälle, sondern auch auf deren Häufung oder Systematik an. Meinungsverschiedenheiten, arbeitsbezogene Spannungen oder persönlichen Antipathien bedeuten nicht automatisch Mobbing, sondern sind Ausdruck von Konflikten, die auch ohne Mobbing existieren können.
Mögliche Ausprägungen von Mobbing können beispielsweise sein:
- systematische Verbreitung von diskreditierenden Gerüchten, Fotos oder Videos
- systematische Verbreitung persönlicher oder intimer Daten und Informationen,
- systematische Ausgrenzung einzelner oder ganzer Personengruppen,
- systematische Verweigerung von studien- oder arbeitsrelevanten Informationen,
- Beleidigungen, ehrverletzende und demütigende Behandlung.
Die Auswirkungen für Betroffene sind oft schwerwiegend und reichen von psychischer Belastung bis hin zu ernsthaften gesundheitlichen Folgen.
Die Universität zu Köln lehnt jegliche Form von Mobbing ab. Sie stellt transparente Verfahren zur Prävention und Intervention bereit und bietet qualifizierte Beratung für Betroffene an.
FAQ
Welche Anlaufstellen stehen zu diesem Thema zur Verfügung?
Was kann ich tun, wenn ich von Mobbing betroffen bin?
- Führen Sie ein Mobbingtagebuch! Ein Mobbingtagebuch dient als Erinnerungsprotokoll und zur Beweissicherung. Es kann die Grundlage für Beratungsgespräche oder für Gespräche mit Vorgesetzten bilden. Zudem kann das Aufzeichnen der Vorfälle Ihnen dabei helfen, das Erlebte zu verarbeiten. Hier finden Sie eine Vorlage zur Dokumentation.
- Schildern Sie die Situation vertrauten Personen aus Ihrer eigenen Perspektive. Eine Einschätzung von Kommiliton*innen, Kolleg*innen oder externen Personen kann helfen, das Erlebte einzuordnen.
- Suchen Sie sich Verbündete. Es gibt auch die Möglichkeit, sich mit anderen betroffenen Personen zu vernetzen z.B. Projekt Dein Raum!
- Suchen Sie sich rechtzeitig Unterstützung und lassen Sie sich beraten.
Was kann ich tun, wenn ich Mobbing mitbekomme?
- Bieten Sie der betroffenen Person ein offenes und vertrauliches Gespräch an. Geben Sie der Person Rückhalt.
- Machen Sie auf Beratungsstellen und Hilfsangebote aufmerksam. Sie können die Person auch dorthin begleiten.
- Bei Bedarf suchen Sie sich selbst Unterstützung und Beratung.
Was passiert in der Beratung bei der Zentralen Vertrauensstelle?
Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es für Betroffene von Mobbing?
- Informelles Verfahren
Sie können zunächst mit Unterstützung einer der o. g. Beratungsstellen individuell geeignete Bewältigungs- und Lösungsstrategien entwickeln.
Es gibt verschiede Handlungsmöglichkeiten, z. B. Sensibilisierungsmaßnahmen, Konfliktgespräche, Fortbildungen oder die Durchführung einer Mediation. Alle Schritte des Verfahrens werden transparent mit Ihnen abgestimmt.
- Formelles Verfahren / schriftliche Beschwerde: Wenn Sie sich aufgrund von Mobbing formal beschweren möchten, können Sie sich an die Zentrale Vertrauensstelle wenden. Wir beraten und begleiten Sie bei diesem Prozess.
Die folgenden Grafiken zeigen, wie die Beratungs- und Beschwerdewege an der UzK aufgebaut sind.